Allgemeine Hinweise

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

es freut uns, dass Sie sich für ein Produkt aus unserem Haus entschieden haben. Damit Sie viele Jahre Freude an unseren Möbeln haben, möchten wir Sie umfassend über Herstellervorgaben und warentypische Eigenschaften aufklären: über normale, natürliche Gebrauchsveränderungen durch die tägliche Nutzung und über die Auswirkungen von Sonne und Licht, Wohnklima und anderen Umfeldeinflüssen. Obendrein geben wir wichtige Hinweise zur Reinigung, Pflege und Wartung.

Ausmessen, Aufstellen und Ausrichten
(Bedarfsermittlung)

Die Produktmerkmale sind bei der Bedarfsermittlung zu klären, da falsche Kauferwartungen oder Wertevorstellungen (Soll- zur Ist-Beschaffenheit) und unrealistische Verfügbarkeiten nicht in die Herstellerverantwortung fallen. Eine Voraussetzung für eine störungsfreie Anlieferung und Auftragsabwicklung sind bauwerksbedingte Hemmnisse (Zufahrt, Zugang, Tür-, Treppen-, Aufzug-,Etagenbreite) die anzuzeigen sind. Die baulichen Gegebenheiten, vorgegebenen Belastungswerte und Sicherheitshinweise müssen bei der Planung berücksichtigt werden. 

Korrekte Maße und Angaben sind für eine optimale Planung sehr wichtig. Denken Sie auch daran, dass Böden, Wände und Decken nicht immer gerade sind, und deshalb beim Aufstellen mit Unebenheiten gerechnet werden sollte. Der hohe Gebrauchs- und Funktionsnutzen ist nur durch die präzise vertikale und horizontale Ausrichtung und Anpassung des Montagezustands an bauliche Gegebenheiten und exakte Beschlageinstellungen dauerhaft gewährleistet. Alle Möbel müssen zwingend ausgerichtet sein und dürfen nicht zu nahe an Heiz- oder Lichtquellen stehen.


Belastbarkeit

Polster- und Sitzmöbel sind bis maximal 120 kg pro Sitzeinheit belastbar. Sehr großen oder stark übergewichtigen Personen empfehlen wir Polsterungen und Matratzen in gesonderter Sitztiefe, Breite, Höhe oder Härte, um dauerhafter Überlastung bis hin zu vorzeitigem Verschleiß oder Folgeschäden entgegenzuwirken.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel nur im priva-ten Wohnbereich verwendet werden – sie eignen sich nicht für Objekt- oder Außenbereiche.


Elektrostatische Aufladung

Möbelstoffe und andere überwiegend synthetische Materialien besitzen eine natürliche Leitfähigkeit und nehmen nur begrenzt Feuchtigkeit auf. Eine elektrostatische Aufladung hängt in erster Linie mit zu trockener Raumluft zusammen. Diese entsteht vor allem in den Wintermonaten und in Kombination mit synthetischen Materialien, wie z.B. Teppichböden, Textilien, textilen Polsterbezügen, Kissen, Decken etc. In solchen Fällen sind die Anforderungen an das ideale Raumklima zu erfüllen: erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, besprühen Sie den Bezug mit Hilfe eines Pumpzerstäubers mit destilliertem Wasser oder wischen den Bezug feucht ab. Eine schnelle Lösung kann auch in einer gründlichen Befeuchtung des Teppichbodens liegen. Spezielle Antistatik-Sprays für Polstermöbel können kurzfristig hilfreich sein.


Fußböden und Möbel

Achten Sie beim Kauf bereits darauf, dass Sockelfuß- oder Gleitervarianten für Ihren Bodenbelag geeignet sind oder nachträglich mit geeigneten Schutzunterlagen (handelsüblich Filz, Kunststoff, Kautschuk) ausgestattet werden können. Wichtig: Achten Sie bei Ihrer Fußbodenpflege darauf, dass keine stehende Feuchtigkeit unter Ihr Schlafsofa gelangt.


Geruch

Im Allgemeinen riechen neue Produkte anfänglich. Je nach Material und Zusammensetzung kann dieser Geruch einige Wochen oder Monate andauern. Die materialspezifische Geruchsintensität verflüchtigt sich und wird durch das Raumklima, Jahreszeit, Temperaturschwankung, Ihrem Lüftungsverhalten, Nutzungsgrad und -dauer, Empfindlichkeiten von Personen etc. beeinflusst und als unbedenklich betrachtet (Stif- tung Warentest. Bestimmte Naturprodukte wie zum Beispiel Leder, Massivholz usw. beinhalten immer einen warentypischen Eigengeruch. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. erarbeitet Güte- und Prüfbestimmungen für Möbel und Vergabegrundlagen für Emissionslabel die sicherstellen, dass von Möbeln für die Gesundheit und Umwelt keine Gefahren ausgehen.


Lichteinwirkung

Sonnen- oder starkes Kunstlicht verändert Material und Oberflächen und lässt Bezugsmaterialien unter Umständen schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen ausbleichen oder materialabhängig heller oder dunkler werden. Schützen Sie aus diesem Grund Ihre wertvollen Möbel vor extremer Lichteinwirkung. Eine absolute Lichtechtheit gibt es aber nicht. Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen Südzimmern mit viel Fensterfläche geboten. Dort sollten bei direkter Sonneneinstrahlung Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden.


Luftfeuchtigkeit

Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der witterungsbedingt Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt (Schwund nach RAL). Darum sollten Möbel keiner extrem hohen oder zu geringen Luftfeuchtigkeit (z.B. in der Heizperiode) ausgesetzt werden. Das Holz wird sonst beginnen zu arbeiten, sich zu verziehen und offene Leimfugen oder Risse zu zeigen. Somit ist das optimale Raumklima auch für Ihre Möbel wichtig, kurzfristige Abweichungen von den Empfehlungswerten schaden jedoch nicht.


Neubauten

Der Luftfeuchtigkeitsgehalt in Neubauwohnungen ist häufig hoch. Für Reposa Schlafsofas stellt das im Allgemeinen kein Problem dar. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Luft überall gut zirkulieren kann und die Möbel einen Wandabstand von mindestens 5 cm haben. Regelmäßige Durchlüftung der Wohnräume lässt noch vorhandene feuchte Luft schneller abziehen. Ihr Einrichtungsberater kennt diese Probleme und wird Ihnen die richtige Empfehlung geben.


Raumklima

Ein optimales Raumklima für Innenräume wird durch Medizin und Wissenschaft wie folgt definiert: Raumtemperatur 18–21°C / relative Luftfeuchtigkeit 45–55 % jeweils im Jahresdurchschnitt. Das ist im Allgemeinen aber ganz besonders für Allergiker und Asthmatiker wichtig. Bei langfristiger Abweichung von diesen Idealwerten reagieren aber auch Massivhölzer und andere Naturprodukte durch entsprechende Veränderungen (siehe auch Luftfeuchtigkeit, trockene Luft und statische Aufladung.


Trockene Luft schadet Mensch und Material

Zu trockene Luft durch ständige Überheizung von Wohnräumen ist schädlich. Möbel sollten auch nie zu nah an Kaminöfen oder Heizkörpern stehen. Bei einer Raumtemperatur bis zu 23°C sind keine Schäden zu befürchten. In zentralbeheizten Räumen empfehlen sich Luftbefeuchter – nicht nur für die Möbel sonder auch für die Bewohner.


Unikate (Leder, Holz)

Aus Naturwerkstoffen hergestellte Möbel sind Unikate. Eine Farb- und Strukturgleichheit kann aufgrund der materialspezifischen Eigenschaft von Naturwerkstoffen weder vorausgesetzt noch garantiert werden.

Polster, Sitzmöbel und Matratzen

Allgemeine warentypische Produkteigenschaften, wichtige Gebrauchs-, Reinigungs- und Pflegeanweisungen von A – Z.

Unabhängig von Materialeinsatz, Konstruktion, Verarbeitung und Preis sind bei der qualitativen Beurteilung von Möbeln 3 wichtige Produkteigenschaften zu berücksichtigen. Diese stellen bei späteren Veränderungen aus normalem und natürlichem Gebrauch keinen Sachmangel dar.

Warentypische Eigenschaft Spezielle Materialeigenschaften, (z. B. Naturmerkmale bei Echtholz oder Leder)

Modellbedingte Eigenschaft Designmerkmale oder das optische Erscheinungsbild eines Modells (z. B. legere oder straffe Verarbeitung)

Gebrauchseigenschaft Gebrauchsbedingte Veränderungen, die keine Rückschlüsse auf eine schlechte Verarbeitung und Qualität zulassen (z. B. erhöhte Abnutzung durch einen „Lieblingsplatz“ bei Polstermöbeln)


Abfärbung nicht farbechter Textilien

Helle Stoff- oder Lederbezüge neigen mitunter zu Anfärbungen (siehe auch „Farbmigration“), die durch nicht farbechte Textilien, zum Beispiel von dunklen Jeansstoffen, verursacht  werden. Wenn Jeansstoffe – selbst nach mehrmaligem Waschen – noch Farbabreibungen auf dem Bezugsstoff hinterlassen, dann handelt es sich nicht um ein Qualitätsproblem des Möbelbezugs sondern um den des Bekleidungsstoffes.

Belastbarkeiten Die Belastbarkeit von Armlehnen, Funktionsteilen, Fußstützen usw. ist in der Regel begrenzt und liegt etwa zwischen 20 kg und maximal 25 kg. Sie sind keinesfalls zum Sitzen mit dem vollen Körpergewicht vorgesehen.

Faltenbildung (siehe "Wellenbildung")

Farbabweichungen Geringfügige Farbtoleranzen zwischen dem beim Kauf bemusterten Möbelstück und der anschließenden Lieferung sind möglich. Das gilt insbesondere bei Naturmaterialien und Leder. Aus färbtechnischen Gründen kann für eine absolute Farbgleichheit keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere bei Nachbestellungen empfiehlt sich eine Abklärung im Einzelfall nach Muster.

Farbmigration Bei hellen Stoff- oder Lederbezügen kann es leicht durch „nicht farbechte“ Textilien zu Abfärbungen (Farbmigrationen) kommen. Auch die Bekleidungsindustrie kennt dieses Phänomen. Das lässt sich meistens nicht  entfernen (bei gedeckten Ledern nur im Anfangsstadium). Dadurch liegt keine berechtigte Beanstandung am Polstermöbel vor, denn verwendet sind hier externe, nicht farbechte Materialien, wie z B. Jeans.


Funktionsmöbel/Schlafsofas

Laut Stiftung Warentest sind Sitzmöbel mit Funktionen oder Relaxliegen „Kompromissmöbel“. Somit sind Schlafsofas kein vollwertiger Bettersatz. Sofas mit Schlaffunktion, abklappbaren Armlehnen, Fußstützen oder höhenverstellbaren Kopfrollen benötigen einen gewissen Spielraum und Beschläge mit komplizierten Verstellmechaniken. Damit diese Technik auf Dauer zuverlässig funktioniert, ist ihre ordnungsgemäße Handhabung sehr wichtig. Fassen Sie bei Verwandlungssofas und Verwandlungsliegen die ausziehbaren Teile, die bedient werden, möglichst in der Mitte – oder gleichzeitig links und rechts an. So werden die Beschläge gleichmäßig belastet und nicht durch einseitige Krafteinwirkung verzogen oder beschädigt. Umklappbare Rücken dürfen ebenso wenig als Sitzplatz genutzt werden wie verstellbare oder abklappbare Armlehnen oder Kopfstützen. Hier beträgt die übliche Belastbarkeit 20 kg bis maxi- mal 25 kg. Leichte Maßveränderungen durch die Dicke der Bezugsmaterialien sind unumgänglich.

Gebrauchslüster/Sitzspiegel Bei samtigen Stoffen wie Velouren, Flachgeweben und eventuell bei Mikrofasern entstehen „Sitzspiegel“ bereits nach der ersten intensiven Nutzung, indem sich der Flor durch den Druck durch die Benutzung flach legt (sog. Bügeleffekt). Je nach Lichteinfall kann dies einen anderen optischen Eindruck hervorrufen. Da es sich um warentypische Materialeigenschaften handelt, ist dies kein Qualitäts- oder Sachmangel und hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer keinen Einfluss.

Tipp: Mit einem feuchten Tuch lässt sich bei einigen Stoffarten die Faser wieder aufrichten, wodurch der Sitzspiegel etwas minimiert werden kann.


Legere/besonders legere Polsterung

Wir setzen in der Regel auf eine „legere Polsterung“ (im Gegensatz zur straffen Polsterung wie z.B. bei Stilmöbeln) die an ihrer Anschmiegsamkeit zu erkennen ist. Die Polsterung wird dadurch weicher und der Bezug ist nicht glatt. So erzielen wir das komfortable Sitzgefühl, dass man „im Sofa“ und nicht „auf dem Sofa“ sitzt. Optisch wellige Oberflächen auf Sitzfläche, Rücken oder Armlehnen stellen somit keinen Qualitätsmangel dar, sondern sind designtypisch und gewollt. Wenn die Flächen nach der Benutzung geglättet werden sollen, können modellbedingt die Sitz- und Rückenkissen nach außen gestrichen, geschüttelt oder geklopft werden. Bei Modellen mit Innenliegenden Matratzen müssen diese auch regelmäßig in alle Richtung gewendet werden, wie man dies auch bei Betten kennt. Bei der Kissenfüllung kann es sich modellabhängig um eine Flockware aus Fasern, Daunen oder Schaumstoffstäbchen handeln. Das Füllmaterial wird innerhalb der Kissen in Kammern gehalten, damit es sich nicht verschiebt. Je nach Art und Stärke des Bezugsmaterials können sich sowohl die Kammern, als auch das Füllmaterial mal mehr, mal weniger, abzeichnen. Um ein Stauchen des Füllmaterials und daraus resultierende Kuhlenbildung zu verhindern, gehören diese Sitz- und Rückenkissen nach Gebrauch regelmäßig aufgeschüttelt oder aufgeklopft, wie Sie es bereits vom Kopfkissen Ihres Bettes kennen.

Qualität und Prüfkriterien Entsprechend der Richtlinien der deutschen Gütegemeinschaft e. V. Das RAL-Gütezeichen ist das einzige in Deutschland anerkannte Gütezeichen für Möbel. Es wird von der deutschen Gütegemeinschaft Möbel in Nürnberg vergeben und steht nicht nur für Sicherheit, sondern für die Gesamtqualität eines Möbelstücks.

Innovative Möbel – nachhaltig und fair produziert Qualität aus Deutschland ist bei uns seit Jahrzehnten ein gelebter Wert. Aus diesem Grund produzieren wir vor Ort, arbeiten wann immer es geht mit regionalen Zulieferern und versuchen, unser Know-how bei uns zu belassen und ständig weiter zu entwickeln.

Geprüfte Qualität für gesundes Wohnen Wir möchten, dass Sie uns vertrauen. Dafür lassen wir uns regelmäßig unabhängig überprüfen: Einhaltung der Qualitätsnormen, sichere Konstruktion, auf Schadstoffe geprüft. Damit möchten wir Ihnen mehr Sicherheit geben.

Das Emissionslabel der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. Diese Auszeichnung gibt Ihnen Informationen zur Schadstoffemission und soll vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen. Unsere Polstermöbel erreichten nach der Prüfung alle die Emissionsklasse A. Unser Maßstab an Schadstoffgrenzwerte ist höher als die der gesetzlichen Vorgaben. Weitere Informationen finden Sie unter: www.emissionslabel.de

Reibechtheit
Die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Möbelstoffen gegenüber dem Abreiben oder Anfärben an andere trockene oder feuchte Textilien nennt man Reibechtheit. Helle Farben erreichen in der Regel höhere Reibechtheiten als dunklere Töne. Die meisten Stoffe haben sehr gute Reibechtheitswerte. Intensive oder sehr dunkle Farben können jedoch im Anfangsstadium manchmal etwas Farbe abgeben. Leichte Abfärbungen liegen im Toleranzbereich. Zur Reinigung des Bezuges sollten Sie ausschließlich destilliertes Wasser und Neutralseife verwenden und mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch vorsichtig reiben, immer großflächig von Naht zu Naht, leicht und ohne viel Druck und niemals nur auf der Stelle (Farbabrieb und Ränder)! Achtung: Verwenden Sie keine Mikrofasertücher oder Dampfreiniger. Bitte immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten!

Sitzkomfort 
Nehmen Sie sich vor dem Kauf ausgiebig Zeit zum Probesitzen oder -liegen. Körpergerechter Sitzkomfort durch individuelle Sitzbreiten, -höhen, -tiefen, -gefälle oder -winkel ist wichtig für Ihre Kundenzufriedenheit. Die Sitzhärte kann neben dem modellbedingten Standard optional in verschiedenen Härtestufen bestellt werden. Eine spätere Anpassung und Produktveränderung auf Kundenwunsch ist im Nachhinein nur als kostenpflichtige Leistung möglich.

Sitzhärtenunterschiede
sind normale, natürliche Gebrauchsveränderungen, die keine Rückschlüsse auf die Produktqualität zulassen. Der Sitzkomfort innerhalb einer Polstergruppe kann differieren, weil es konstruktiv und formbedingt oft nicht möglich ist, jedes verwendete Element mit der gleichen Unterfederung auszustatten (z. B. bei Eck und Verwandlungselementen, Anstellhockern, unterschiedlichen geometrischen Grundformen, Abschlusselementen, etc.). Es ist auch nicht auszuschließen, dass der Eindruck unterschiedlicher Sitzhärten entsteht, obwohl die Polsterungen einheitlich sind. (Schaumstoff kann innerhalb seines Raumgewichtes technisch bedingte Toleranzen von plus / minus 15% aufweisen).

Straffe Polsterung
Im Sitzmöbelbereich wird bei einigen Modellen straff gepolstert. Hierbei muss der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken in Falten gelegt werden. Je nach Elastizität und Dicke des Bezugsmaterials erscheinen größere oder kleinere Falten, diese stellen jedoch keinen Qualitätsmangel dar.

Toleranzen
Fertigungstechnische Toleranzen sind in der industriellen Serienproduktion von Möbeln nicht zu vermeiden. Liegt die Abweichung (Toleranz) bei Farbe, Struktur und Maßen innerhalb der nationalen und internationalen Norm und im unerheblichen Bereich, liegt kein Sachmangel vor.


Wellenbildung

Beim so genannten „Einsitzen“ verändert sich die Sitzhärte ungleichmäßig. Sie wird weicher in Abhängigkeit von Art und Dauer der Benutzung. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Um gleichmäßige Sitzhärten zu erzielen, ist es wichtig, die Sitzpositionen von Zeit zu Zeit zu ändern. Sonst kann es zu einseitiger Mulden und Faltenbildung („Lieblingsplatz“) kommen. Richtlinie: Je dünner das Bezugsmaterial und größer die verpolsterte Fläche, umso größer ist die Neigung zur Falten und Muldenbildung. Unterstützt wird diese Entwicklung dadurch, dass Stoff und Leder sich unter Einfluss von Körperwärme, Körperfeuchtigkeit und Körpergewicht mehr oder minder dehnen und dadurch „Wellen“ bilden. Diese optische Veränderung hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer keinen Einfluss und stellt keinen Sachmangel dar.

Stoffbezüge


Wichtige Reinigungs und Pflegeanweisungen für Bezugsmaterialien

Die Unterhaltspflege ist gleichzusetzen mit der täglichen Körperpflege des Menschen. Bei der regelmäßigen Unterhaltspflege werden Verschmutzungen, die durch den täglichen Gebrauch entstehen, beseitigt (Hausstaub, Krümel, Fusseln, etc.). Durch regelmäßiges Absaugen (geringe Saugleistung) mit einem normalen Haushaltsstaubsauger mit Polsterdüse (bei Veloursund Flachgewebe unbedingt Düse mit weichen Borsten verwenden und in Strichrichtung arbeiten), anschließend mit weicher Bürste abbürsten (z.B. Kleiderbürste). Ab und zu sollte der Bezug mit einem feuchten Ledertuch abgewischt werden. Die Feuchtigkeit hält die Fasern elastisch und wirkt sich so positiv auf deren Langlebigkeit aus. Die regelmäßige Reinigung erleichtert die Unterhaltspflege und verlängert die Lebensdauer des Bezuges. Das gleiche gilt für Kunstleder. Flecken entfernt man am besten unmittelbar nach dem Entstehen. Wichtig ist, dass verschüttete Flüssigkeiten sofort mit einem saugfähigen Küchenpapier oder Tuch abgetupft – nicht gerieben! – werden, damit sie gar nicht erst in das Gewebe eindringen können. Viele Stoffe unserer Kollektionen sind durch Ausrüstung fleckgeschützt, das heißt, Flüssigkeiten dringen nicht sofort in das Gewebe ein, sondern sind meist durch ein saugfähiges Tuch oder Papier zu beseitigen.

Achtung: Benutzen Sie keinesfalls Microfasertücher oder Dampfreiniger! Niemals auf der Stelle reiben, immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten.

Möbelstoffe und Eigenschaften 
Der Preis eines Stoffes sagt nicht zwangsläufig etwas über seine Robustheit und Langlebigkeit aus, sondern kann Ausdruck anderer Qualitätskriterien sein, z. B. der Exklusivität und Eleganz der verwendeten Materialien (Seide), der Raffinesse des Druckoder Webverfahrens, des hohen ästhetischen Wertes oder der extremen Feinheit. Polstermöbel werden im Durchschnitt vier Stunden pro Tag benutzt. Legt man pro Woche nur 6 Tage zugrunde und errechnet die Sitzdauer in einem Jahr, so kommt man auf die unglaubliche Zahl von 1248 Stunden. Das macht in unserem Garantiezeitraum von 5 Jahren eine etwa zu erwartende Nutzungsdauer von 6240 Stunden. Während dieser Zeit müssen Polstermöbel hohe Gewichtsbelastungen,Scheuerbewegungen und andere Einflüsse wie Licht, Wärme, Staub etc. aushalten, möglichst ohne dass sie dabei ihre Funktions und Gebrauchstauglichkeit verlieren. Die Qualität der verwendeten Materialien, die Intensität der Nutzung sowie Tabakrauch, Schweiß oder sonstige Körperabsonderungen und Ihr Pflegeverhalten bestimmen somit in hohem Maße, wie lange die Freude an den Möbeln währt. Häusliche Jeansträger müssen wissen, dass der grobe Jeansstoff mit seinen derben Nähten der Feind feingewebter Polstermöbelbezüge (und Autositze) ist und abfärbt, ebenso wie nicht farbechte Textilien. Haustiere mit scharfen Krallen müssen von Polstermöbeln ferngehalten werden.


Lichtechtheit

Die Resistenz eines Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht wird als Lichtechtheit bezeichnet (Sonnenlicht, Tageslicht, UV-Lampen, Halogen-Beleuchtung etc.). Dunklere Farbtöne oder Kunstfasern erreichen hier höhere Lichtechtheiten als Naturfasern und helle, brillante Farben. Eine Verfärbung des Materials unter Lichteinfluss ist auch bei Möbelstoffen nicht zu verhindern. Insbesondere das Sonnenlicht verändert alle Materialien! Daher ist besondere Vorsicht in hellen Südzimmern mit viel Fensterfläche geboten. Bei Sonnenschein sollten deshalb Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst Leder, Stoffe usw. schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen Farbveränderungen aufweisen.

Pillingbildung
Sogenannte „Pills“ entstehen, wie man es auch von Wollpullovern her kennt, durch lose Garnpartikel, die sich mit Bekleidungsfusseln vermischen. In der Regel bereits nach kurzem Gebrauch tauchen an einigen Bezugsstoffen, vorwiegend an Flach- und Mischgeweben, kleine Knötchen auf. Sie können mit einem speziellen Fusselentferner, einer Art Fusselrasierer, entfernt werden. Das Gerät ermöglicht es, die Pills zu entfernen, ohne den Stoff zu schädigen. Pillbildung sowie die Entfernung von Pills beeinträchtigen die Haltbarkeit eines Möbelstoffes nicht.

Die „Stiftung Warentest“ beschreibt die verschiedenen Textilbezüge in ihrem Buch „Möbel kaufen“, wie folgt:

Flachgewebe
Vorteile: Schöne Optik, weil alle Arten von Gar- nen und Farben ideal kombiniert werden können.
Nachteile: Nicht so haltbar wie Velours. Es gibt innerhalb der Flachgewebe gravierende Qualitätsunterschiede. Es kann zu Pillingbildung kommen.

Webvelours
Vorteile: Hohe bis sehr hohe Haltbarkeit, bei Synthetik auch hohe Strapazierfähigkeit.
Nachteile: Eingeschränkte Mustervielfalt, es treten Sitzspiegel auf (seidig glänzende Stellen). Changieren / Hell-Dunkel-Effekt.

Flockvelours/Flockware
Vorteile: Sehr haltbar, pflegefreundlich, weich und warm, preiswert.
Nachteile: Empfindlich gegen Lösemittel aller Art, es treten Sitzspiegel auf, kratzempfindlich.

Wirbelvlies/Microfaserstoffe
Vorteile: Edle Wildlederoptik, weicher Griff, strapazierfähig, pflegefreundlich.
Nachteile: Kann nach langem Gebrauch glänzende oder dunklere, aufgeraute Stellen bekommen.

Kunstleder
ist eine pflegefreundliche und langlebige Alter- native zu Leder. Die Reinigung und Pflege von Kunstleder ist einfach, aber wie bei allen Flächen, die ständig in Körperkontakt sind, muss auf Hygiene und Sauberkeit geachtet werden. Ausdrücklich falsch ist der Gedanke, dass es sich um einen Kunststoff handelt, der alles aushalten kann. Kunstleder ist elastisch, warm und strukturiert und kann durch lösemittelhaltige, alkalische oder scheuernde Reinigungsmittel beschädigt wer- den. Hartflächenreiniger (Bodenreiniger, Kunststoffreiniger etc.) reinigen auf den ersten Blick gut, aber langfristig schaden sie dem Kunstleder. Werden Schweiß, Körpercremes und Fett nicht entfernt, kann die Oberfläche ebenfalls Schaden nehmen. Bunte Kissen, Decken oder Kleidung neigen manchmal dazu abzufärben (Farbmigration). Solche Verfärbungen müssen sofort entfernt werden. Auch eine Überbelastung (punktuelle Dehnung) kann das Material schädigen. Wir empfehlen zur regelmäßigen Reinigung der stark frequentierten Bereiche eine milde Handseife (Neutralseife), die auf einem Schwamm aufgeschäumt wird. Danach mit einem trockenen Handtuch sanft trocknen und niemals stark reiben.

Wichtig ist: Bei Flecken oder Verfärbungen SOFORT mit einer weichen Bürste und mildem Seifenschaum bearbeiten und einem trockenem Handtuch absorbieren. Kunstleder bitte niemals fetten oder eincremen und grundsätzlich keine Körperpflege- oder Lederpflegemittel einsetzen. Die Schutzfunktion der flexiblen Oberfläche des Kunstleders kann durch raue Stoffe, Verschlüsse oder scharfe Kanten beschädigt werden. Ein- oder zweimal im Jahr sollte dieser Schutz vor Reibung und Anschmutzung mit einem Kunstleder-Pflegeset erneuert werden.


Stoffe: Reinigung und Pflege

Einige ganz besonders hochwertige Materialien unserer angebotenen Stoffkollektionen haben eigene Pflegeanleitungen, die es zu beachten gilt. Bitte bewahren Sie die Anleitung zusammen mit diesem Möbelpass und dem Kaufvertrag auf. Generell empfehlen wir für die Reinigung unserer Bezüge die Keralux-Reinigungssets. Man kann auch Trockenshampoo auf einen ausgedrückten Schwamm aufsprühen und vorsichtig und großflächig den Bezug damit einreiben. Bei Velours zum Schluss die Oberfläche in Strichrichtung mit weicher Bürste bürsten. Bei Stoffen, die als waschbar ausgewiesen sind, ist folgendes zu beachten: Verwenden Sie nur flüssige Feinwaschmittel (pH-neutral, parfümfrei, ohne Ölanteile) oder flüssige Neutralseife – ohne Bleichmittel! Kissenbezüge sind vor dem Waschen auf die linke Seite zu drehen und der Reißverschluss zu schließen! Flecken eventuell vorher mit schonendem Flecklöser einweichen. Nicht schleudern! Nicht in den Trockner! Am besten die Bezüge noch leicht feucht wieder aufziehen. Bezüge mit Baumwollanteil können trotz Vorwäsche immer noch 2 – 3 % einlaufen. Im feuchten Zustand können sie daher beim Aufziehen leichter gedehnt werden. Flecken, die sich nicht entfernen lassen, sollten durch einen Reinigungsfachmann bearbeitet werden! Grundsätzlich lassen sich die meisten Möbelstoffe durch autorisierte Reinigungsunternehmen chemisch reinigen, beachten Sie jedoch immer zuerst die vom Hersteller empfohlene Anleitung!

Lederbezüge

Leder:
Leder gewährt eine lange Lebensdauer und präsentiert mit seinen natürlichen Eigenschaften Schönheit und Eleganz der Natur. Zur Möbellederherstellung werden ausschließlich Häute von Rindern verarbeitet. Unregelmäßigkeiten in Farbe und Struktur, wie Vernarbungen, Brandzeichen und Kratzer, basieren auf dem natürlichen Ursprung des Leders und sind warentypisch. Es sind Qualitätsbeweise, die von der Echtheit des Materials zeugen, denn jede Haut ist anders und spiegelt das Leben des Rindes wieder. Sie erlauben uns, ein Stück gelebte Natur nach Hause zu holen. Und sie verleihen jedem Möbelstück eine individuelle Note und machen es zu einem Unikat. Die Produktmerkmale haben keinerlei Einfluss auf die Lederqualität und stellen folglich keinen Reklamationsgrund dar. Wir achten sehr darauf, dass diese Naturmerkmale im fertigen Produkt gleichmäßig auftreten, und ein harmonisches Gesamtbild des Möbels erzielt wird. Naturmerkmale werden bei uns nur verarbeitet, wenn die Qualität nicht beeinträchtigt wird. Echte Fehler, die die Qualität beeinträchtigen, werden bereits im Zuschnitt ausgespart. Der Lederzuschnitt ist bei uns noch eine reine Handarbeit, welche viel Erfahrung erfordert, damit das fertige Möbel sein harmonisches Gesamtbild erhöht. Achten Sie bitte auf optimales Raumklima sowie Lichteinwirkungen, denn die Lederoberfläche kann sich insbesondere durch Sonnenstrahlen und Halogenbeleuchtung farblich und optisch verändern. Bei dauerhafter Nähe zu eingeschalteten Heizkörpern kann das Leder austrocknen, porös und brüchig werden.

Echtes Leder benötigt je nach Art, Qualität und Nutzungsgrad eine regelmäßige Reinigung und Pflege. Zur Werterhaltung des Leders empfehlen wir das Keralux-Lederpflegeset.

Unsere gedeckten Leder
sind durchgefärbt und oberflächlich zugerichtet, haben also eine Farbschicht und meist eine Prägung erhalten. Diese Leder sind pflegefreundlich, robust und weniger empfindlich. Die Naturmerkmale sind weitestgehend durch die Zurichtung überdeckt und daher wenig bis gar nicht sichtbar. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass es sich bei Leder immer um ein Naturprodukt handelt, weshalb kleinere Narben, Zeckenbisse, Brandmale und ähnliches vorhanden sein können und materialbedingte Struktur- und Farbabweichungen warentypisch sind. Im Gebrauch kann es an stark beanspruchten Stellen, z. B. im Leder-, Kanten- oder Nahtbereich, zu Farbabrieb kommen.

Leder: Reinigung und Pflege
Wir empfehlen, diese Leder mit dem Keralux Basic Pflegeset gleich nach der Lieferung einzupflegen. Dann sollte es alle 6 Monate mit dem Neulederpflegeset gereinigt und gepflegt werden. Bei hellen Farbtönen empfiehlt sich ein Rhythmus von ca. 3 Monaten (je nach Nutzungsintensität). Für die Alltagsreinigung reicht es, das Leder gelegentlich mit einem Staubwedel oder trockenen Tuch (keine Mikrofaser verwenden) zu entstauben. Bei hartnäckigen Verschmutzungen und Textilverfärbungen (z.B. von Jeans) verwenden Sie bitte den Keralux Intensivreiniger.